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100% Autonomie für Reinigungsroboter? Nicht ganz, aber...

  • Autorenbild: Gerald Grossbauer
    Gerald Grossbauer
  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit
Gedanken zu erwartbaren Ergebnissen des Einsatzes von Reinigungsrobotern

Reinigungsroboter kommen im Mainstream an. Wer neue Reinigungsgeräte anschafft, wäre wohl schlecht beraten, noch auf herkömmliche Reinigungsmaschinen zu setzen. Weltweit gesehen wird heuer (2026) ein Absatz von 4,37 Mrd. EUR erwartet, Tendenz weiterhin stark steigend.

Gleichzeitig müssen wir jedoch auch Erwartungen dämpfen, die eine 100%ig-autonome Tätigkeit voraussetzen. Denn auch wenn sich die Geräte automatisch starten lassen und etwa bei vorhandener Schnittstellenfähigkeit der Aufzüge Stockwerke selbständig wechseln können, um in der jeweils nächsten Etage dann ihre Reinigungstätigkeit fortzusetzen, bleibt vor allem noch immer das Thema Pflege/Wartung. Bürsten müssen de facto täglich gereinigt werden, Haare und anderer Unrat sammeln sich. Wasser- bzw. Schmutztanks benötigen auch manuelles Auswaschen, allerdings geschehen auf diesem Sektor Innovationen, so etwa verfügt der brandneue „Mira“ von Gausium Robotics schon über eine eigene Tankreinigung, einige Modelle fahren auch, wenn sie an der Workstation zur Akkuladung und Frischwasserzufuhr/Schmutzwasserabfuhr andocken, in ein Wasserbecken, damit die Sauglippe, die für das Abziehen von Nässe zuständig ist, gereinigt wird. Beim großen Verkaufsrenner in der Industrie, dem „Beetle“, ebenfalls von Gausium, muss der Abfallbehälter mit seinem Fassungsvermögen von 45 Litern, manuell entleert werden.

Insgesamt kann festgestellt werden, dass der Betreuungsaufwand immer weiter reduziert wird, völlig ohne Einbeziehung von Mitarbeitenden geht es jedoch nicht. Denn es gilt auch: wer eine Top-Reinigungsleistung haben möchte, benötigt ein gut gewartetes Gerät.

Die Investition lohnt sich trotzdem, denn die großen Flächen reinigt ein Roboter in stets gleichmäßiger Qualität, Ihren Reinigungskräften bleiben die Bereiche, wo er aus räumlichen Gründen nicht dazu kommt bzw. die Bereiche oberhalb der Bodenflächen. Ihr Roboter arbeitet natürlich zu Ihrer Wunschzeit und wenn es sein muss, mehrmals täglich, Urlaub und Krankenstand kennt er nicht gewerkschaftlich organisiert ist ebenfalls nicht.

Es zweifelt wohl kaum Jemand mehr daran, soweit auch unsere Erfahrung draußen am Markt, dass etwa in einer Logistik- oder Produktionshalle Sinn, 3.000qm oder mehr an Netto-Reinigungsfläche von einem Reinigungsroboter besser bewirtschaftet werden können als mit den bisherigen Mitteln. Dies gilt natürlich für alle, die über größere Flächen verfügen, ob Krankenhäuser, Supermärkte, Shopping-Malls, Hotels oder Veranstaltungszentren bzw. -hallen.

Ihr Reinigungskonzept, das den Roboter und Ihre Mitarbeiter bzw. Ihre Reinigungsfirma einbezieht, muss definitiv überarbeitet bzw. weiterentwickelt werden, damit Ihr Reinigungsmanagement den Mehrwert erhält, das Sie sich erwarten.

Schmutzbehälter Gausium Mira Reinigungsroboter nach Reinigung

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